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Mein Angebot wächst mit mir: Neben systemischen Aufstellungen und DeltaCure begleite ich Menschen, die als alleingeborene Zwillinge / Mehrlinge zur Welt gekommen sind — ein Thema, das mir auch persönlich sehr am Herzen liegt.

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Begleitung alleingeborener Zwillinge - Mehrlinge

Wenn ein unsichtbarer Verlust unser Leben begleitet.

Es gibt Erfahrungen, an die wir uns bewusst nicht erinnern und die dennoch unser ganzes Leben prägen.

Als alleingeborener Zwilling oder Mehrling trägt ein Mensch die frühe Erfahrung eines verlorenen Geschwisters in sich. Diese Trennung geschieht meist sehr früh in der Schwangerschaft. Sie bleibt dem Verstand verborgen, ist jedoch im Zellgedächtnis, im Nervensystem und im Herzen gespeichert.

Die moderne Pränatalforschung zeigt: Bereits ab der 5. bis 6. Schwangerschaftswoche reagieren Embryonen auf ihre Umgebung und aufeinander. Berührung, Bewegung, die gemeinsame Herzfrequenz — all das geschieht, bevor das bewusste Gehirn auch nur ansatzweise ausgebildet ist. Der Verlust eines Geschwisters in dieser Phase ist damit kein abstrakte Erfahrung, sondern eine leiblich erlebte Erschütterung. Die Traumaforschung, u. a. durch die Arbeiten von Peter Levine und Bessel van der Kolk belegt, dass solche frühen Erfahrungen nicht als Erinnerung, sondern als körperliche Reaktionsmuster gespeichert werden: im Nervensystem, in der Muskulatur, in der Regulation des autonomen Nervensystems.

Das Phänomen des sogenannten Vanishing Twin ist medizinisch gut dokumentiert: Schätzungen zufolge beginnt jede achte bis zehnte Schwangerschaft als Mehrlingsschwangerschaft, der oder die Mitgeschwister werden oft früh resorbiert, ohne dass die Mutter es bemerkt. Was bleibt, ist ein alleingeborenes Kind, das diese frühe Zweiheit / Mehrheit in sich trägt.

Der Körper erinnert sich

Frühe Trennungserfahrungen hinterlassen nicht nur seelische Spuren, sie prägen auch den Körper.

Haut und Nervensystem entstehen aus demselben Keimblatt, dem Ektoderm. Diese gemeinsame Herkunft erklärt, warum frühe Bindungs- und Trennungserfahrungen sich so häufig auf der Haut zeigen: Ekzeme, Neurodermitis oder Überempfindlichkeiten der Haut gelten in der Psychosomatik als mögliche Ausdrucksformen tiefer Regulationsstörungen des Nervensystems.

Auch strukturelle Körpermuster wie Skoliose werden in der körperorientierten Pränatalforschung und Osteopathie mit frühen Asymmetrien in Verbindung gebracht. Wenn ein Zwilling oder Mehrling im Mutterleib wegfällt, verändert sich der Raum und der verbleibende Embryo passt sich an. Diese frühen Anpassungsmuster können sich im Laufe des Lebens als Haltungsmuster, Asymmetrien oder strukturelle Veränderungen der Wirbelsäule zeigen.

Ich selbst lebe mit einer operierten Skoliose. Für mich war sie nie nur ein Körperthema. Schon früh spürte ich, dass da mehr dahinter steckt, ein Körper, der Lasten trägt, der sich zwischen Welten bewegt, der versucht, es allen recht zu machen. Heute verstehe ich diese Muster als Teil meiner frühen Geschichte und als Ausdruck von Dynamiken, die weit vor meiner Geburt begonnen haben. Diese persönliche Erfahrung schärft meinen Blick dafür, wie viel der Körper weiss - oft lange bevor der Verstand es begreift. 

Was viele Betroffene spüren

Viele Menschen beschreiben ein tiefes, oft schwer erklärbares Gefühl von:

  • innerer Leere oder Sehnsucht

  • dem Empfinden, „nicht ganz vollständig" zu sein

  • Verlust- oder Trennungsängsten

  • einem starken Verantwortungsgefühl für andere

  • dem Gefühl, hier zu sein - und doch nicht ganz

  • Hochsensibilität - einem Nervensystem, das feinste Schwingungen wahrnimmt

  • körperlichen Themen wie Hautproblemen, Asymmetrien oder chronischen Spannungsmustern

 

Diese Dynamiken sind keine Schwäche. Sie sind Ausdruck einer frühen Bindung und eines frühen Abschieds.
 
Meine persönliche Verbindung

Ich selbst bin alleingeborener Drilling. Dieses Wissen hat viele Puzzleteile meines Lebens zusammengefügt und meinem inneren Erleben einen Namen gegeben.

Aus dieser tiefen persönlichen Erfahrung heraus habe ich mich entschieden, diesen Weg auch fachlich zu gehen.

Ich befinde mich in der zertifizierten Ausbildung zur OneTwin Practitioner bei Annett Petra Breithaupt, als erste Teilnehmerin aus der Schweiz. Die Ausbildung verbindet Erkenntnisse aus Embryologie, Trauma- und Bindungsforschung mit systemischer und körperorientierter Begleitung.
 
Was diese Begleitung ermöglicht
Die Arbeit mit alleingeborenen Zwillingen / Mehrlinge ist keine „Technik“, sondern ein achtsamer Prozess der Würdigung.

In der Begleitung geht es um:

  • die frühe Bindung bewusst anzuerkennen

  • dem verlorenen Geschwister einen inneren Platz zu geben

  • Schuld- und Überlebensdynamiken zu lösen

  • abgespaltene Anteile zu integrieren

  • ein tieferes Gefühl von innerer Ganzheit und Vollständigkeit

  • weniger Einsamkeit, Sehnsucht oder das Gefühl, nie wirklich dazuzugehören

  • mehr innere Ruhe, Stabilität und Boden unter den Füssen

  • die Fähigkeit, klare Grenzen zu setzen – ohne Schuldgefühle

  • klare und erfüllende Beziehungen zu sich selbst und anderen

  • ein neues Verhältnis zum eigenen Körper und zur eigenen Lebendigkeit

  • das Lösen von Mustern wie Selbstsabotage, übermässige Anpassung oder das Klein sein

  • das Gefühl, wirklich im eigenen Leben angekommen zu sein

 
Wenn das Unsichtbare gesehen wird, entsteht oft eine tiefe innere Ruhe. Ein Gefühl des „Ganz-Werdens“.

Integration in meine Arbeit
Diese Begleitung fließt in meine ganzheitliche Arbeit ein – in Verbindung mit systemischer Aufstellungsarbeit, körperorientierter Wahrnehmung und energetischer Bewusstseinsarbeit.
 
Als Alleingeborener Mehrling begleite ich nicht nur aus Wissen, sondern aus eigener Erfahrung. Mit Klarheit, Bodenhaftung und Respekt vor der Tiefe dieses Themas.

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